Die Ambulante Pflegestation an der Burg und die Palliativpflege

Unter Palliativpflege versteht man die fachgerechte und professionelle Unterstützung durch spezielle Pflegekräfte, die der Begleitung von Unheilbar-, Lebensbedrohlich- oder Terminalerkrankten dient. Im Vordergrund steht dabei die Vorbeugung und Linderung der Symptome des Erkrankten, insbesondere von Schmerzen sowie körperlichen oder psychischen Beschwerden. Dies ist auch als Palliativmedizin bekannt.

Das Endstadium des Lebens wird dabei von uns bis zum eintretenden Tod so angenehm und befreit gestaltet, wie irgendwie möglich. Die Regelungen über eine spezialisierte ambulante Palliativversorgung führt der Gesetzgeber im Sozialgesetzbuch (SBG) auf. Hieraus geht auch hervor, dass der Bund der Krankenkassen, unter Beteiligung der Deutschen Krankenhausgesellschaft und anderen Institutionen, Maßnahmen dieser Art befürwortet und ihre Durchführung durch Fachkräfte ausdrücklich unterstützt.

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Unsere Leistungen der häuslichen und stationären Palliativpflege

Unsere durchzuführenden Leistungen der Palliativpflege sind je nach betroffener Person und den jeweils damit einhergehenden Umständen variabel und können mit der jeweiligen Person im Detail verabredet werden. In Nürnberg, Fürth oder Erlangen werden von uns als Pflegedienst verschiedene Leistungen angeboten, die von einer Betreuung im Hospiz bis zu einer ambulanten Unterstützung zu Hause reichen.

Grundsätzlich hat jede Person, die im Krankenhaus keine Aussicht mehr auf Heilung hat, das Recht, entweder in ein dafür ausgelegtes Sterbehospiz oder in das eigene vertraute Zuhause verlegt zu werden. Da im letzten Fall oftmals sehr zeitaufwendige Maßnahmen erfüllt werden müssen, empfiehlt sich die Betreuung durch unsere speziell geschulten Pflegekräfte, die den Betroffenen und damit indirekt auch den Angehörigen 24 Stunden am Tag ambulant zur Seite stehen.

Vor allem bei zusätzlichen Erkrankungen wie Demenz ist eine zeitlich aufwändige Pflege und Behandlung von den Angehörigen alleine kaum zu bewältigen und sollte unseren medizinisch unterstützenden Pflegekräften überlassen werden.

Kosten der ambulanten und stationären Palliativpflege

Die Kostenübernahme unserer Palliativpflege muss im Vorfeld bei der Krankenkasse beantragt werden. Wir als Nürnberger Pflegedienst stehen unseren Klienten dennoch mit sachdienlichen Informationen zur Seite, um sämtliche finanzielle oder soziale Unwägbarkeiten zu minimieren.

Die helfende Hand in den letzten Tagen

Kaum etwas ist schwerer für Betroffene und Angehörige, als zu wissen, dass der gemeinsame Weg in absehbarer Zeit ein Ende finden wird. In dieser Zeit gibt es nichts Wichtigeres, als eine begleitende Hand zur Seite zu haben, die dem Sterbenden unterstützend beisteht. Egal, ob in der gewohnten Umgebung zu Hause in Nürnberg, im Pflegeheim oder im Hospiz, wo Betroffene 24 Stunden am Tag die optimale Krankenpflege erhalten.

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Fragen zur Palliativpflege

Die Palliativpflege umfasst die Begleitung und Unterstützung von unheilbar kranken und sterbenden Menschen. Speziell ausgebildete Fachkräfte gestalten Ihnen oder Ihrem Angehörigen die verbleibende Zeit so angenehm wie möglich. Das beinhaltet auch eine fachgerechte medizinische Versorgung sowie nach Möglichkeit die Linderung der Schmerzen. Palliativpflege kann, je nach Wunsch oder Notwendigkeit, im Krankenhaus, einem Hospiz, also einer Einrichtung speziell für Sterbenskranke, oder zu Hause im gewohnten Umfeld mit unserer Hilfe erfolgen.

Der Anspruch auf Palliativpflege geht aus den Bestimmungen des Sozialgesetzbuches (SGB) hervor. Grundlage ist das Vorhandensein einer Erkrankung im Endstadium oder einer lebensbeendenden Verletzung, welche die Lebenserwartung auf wenige Tage, Wochen oder Monate reduziert. Das Vorhandensein einer bestimmten Pflegestufe ist dabei nicht notwendig. Eine Palliativpflege im eigenen Haus können Erkrankte von uns erhalten, wenn Angehörige ohne Hilfe keine ausreichende Versorgung bewältigen können und eine herkömmliche ambulante Krankenpflege nicht ausreicht, um die notwendigen Bedürfnisse des Sterbenden zu erfüllen.

Die Palliativpflege wird Ihnen vom behandelnden Arzt verordnet. Sie kann Ihnen auch durch einen Krankenhausarzt verordnet werden, gilt dann aber ohne weitere Untersuchungen oder eine Verlängerung lediglich für eine Zeitspanne von sieben Tagen.

Die Palliativpflege begleitet den Erkrankten solange es notwendig ist, also bis zum Eintritt des Todes. Die genaue Dauer kann daher in jedem individuellen Fall stark variieren. Im Durchschnitt beträgt die Dauer unserer intensiven Pflege zwischen 12 und 14 Tagen.

Die Dokumentation über vorgenommene Leistungen durch unsere Fachkräfte der Palliativpflege ähnelt in ihren Grundzügen denen einer stationären oder ambulanten Behandlung. Alle Vorgänge müssen hierbei vollkommen lückenlos dargestellt werden. Dazu gehört unter anderem eine vollständige Auflistung der Handlungen und Leistungen der Pflegenden. Üblicherweise erfolgt die Dokumentation durch einen sechsstufigen Pflegeplan. Dieser beinhaltet unter anderem folgende Schritte:

  • Die tägliche Evaluation des Zustands des Betroffenen
  • Die Sammlung aller notwendigen Informationen für eine passende Behandlung
  • Das Erkennen von möglichen Pflegeproblemen
  • Die Planung des weiteren Pflegevorgehens
  • Die Durchführung von Pflegemaßnahmen
  • Die Beurteilung der durchgeführten Maßnahmen

Die Kosten, die für Sie durch Palliativpflege entstehen, können je nach den aufgewendeten Leistungen und notwendigen Behandlungsmaßnahmen sehr unterschiedlich ausfallen. Der Mindestzuschuss der Krankenkassen für die Tagessatz-Leistungen in Hospizen oder Pflegestationen von Krankenhäusern beträgt 267,75 Euro pro Tag (Stand 2017). Auch wir als ambulanter Hospizdienst erhalten für unsere Patienten Zuschüsse, um eine angemessene Pflegeleistung stets aufbringen zu können.

Aus dem SGB und den Bestimmungen des Bundesgesundheitsministeriums geht hervor, dass eine Palliativpflege in einer dafür vorgesehenen Einrichtung von den Krankenkassen automatisch und in Höhe von bis zu 95 Prozent der Kosten übernommen wird. Die verbleibenden Kosten übernehmen Pflegekassen und andere Träger, wie etwa das Sozialamt. So werden Sie als Erkrankter oder Angehöriger nicht durch diese Zahlungen belastet. Für Erwachsene ist auf einer Palliativstation oder in einem Hospiz lediglich eine Zuzahlung von zehn Euro pro Tag vorgesehen.

Dieser Rahmen gilt ebenfalls für die häusliche Palliativpflege. Allerdings sind für die Inanspruchnahme dieser Zahlungen eine ärztliche Verordnung sowie eine Beantragung und Genehmigung durch die jeweilige Krankenkasse notwendig. Die Leistungen werden für mindestens sieben Tage gewährt und Sie können diese durch Folgeanträge verlängern.

Die Zahlungen der Krankenkassen für die Palliativpflege werden durch deren Einnahmen, also vor allem durch Mitgliedszahlungen der Krankenversicherten und staatliche Zuschüsse, gedeckt. Die Zuschüsse des Sozialamtes werden aus staatlicher Kasse finanziert.